Kennst Du das Gefühl, ein Kleidungsstück zu kaufen, das Dir im Geschäft hervorragend gefällt, das Du später aber kaum trägst? Oder hast Du schon einmal ein Outfit angezogen und Dich gefragt, warum es irgendwie nicht richtig wirkt?

Oft liegt das Problem nicht am Schnitt oder am Stil, sondern an der Farbe.

Farben beeinflussen unsere Ausstrahlung stärker, als viele Menschen vermuten. Die richtige Farbwahl kann den Teint frischer wirken lassen, die Augen zum Strahlen bringen und für ein harmonisches Gesamtbild sorgen. Die falschen Farben hingegen können müde machen, Schatten im Gesicht betonen oder uns blasser erscheinen lassen.

Hier sind die häufigsten Fehler bei der Farbauswahl von Kleidung – und Tipps, wie Du diese vermeiden kannst.

Fehler Nr. 1: Farben nur nach Trends auswählen

Jedes Jahr dominieren neue Trendfarben die Modewelt. Was auf Laufstegen und in Schaufenstern präsentiert wird, sieht oft verlockend aus.

Doch nicht jede Trendfarbe passt zu jedem Menschen.

Nur weil eine Farbe gerade modern ist, bedeutet das nicht automatisch, dass sie Deine natürliche Ausstrahlung unterstützt. Viele Menschen kaufen Trendfarben, die sie später kaum tragen, weil sie sich darin nicht wohlfühlen.

Besser:

Orientiere Dich zunächst an deinen persönlichen Farben und nutze Trends lediglich als Inspiration.

Fehler Nr. 2: Schwarz als universelle Lösung betrachten

Schwarz gilt als zeitlos, elegant und schlankmachend. Deshalb greifen viele Menschen automatisch zu dieser Farbe.

Tatsächlich steht Schwarz jedoch längst nicht jedem.

Bei manchen Menschen wirkt Schwarz sehr harmonisch, während es bei anderen den Teint fahl erscheinen lässt oder kleine Unebenheiten stärker hervorhebt.

Besser:

Probiere Alternativen wie Marineblau, Anthrazit, Dunkelbraun oder Petrol aus. Diese wirken oft weicher und schmeichelhafter.

Fehler Nr. 3: Den eigenen Hautunterton ignorieren

Viele Menschen achten auf ihre Haar- oder Augenfarbe, vergessen jedoch einen entscheidenden Faktor: den Hautunterton.

Warme und kühle Farbtöne wirken je nach Hautunterton völlig unterschiedlich.

Eine Farbe kann an einer Person fantastisch aussehen und bei einer anderen müde oder unruhig wirken.

Besser:

Lass Deinen Farbtyp professionell bestimmen oder beobachte, ob warme oder kühle Farben Deinen Teint frischer erscheinen lassen.

Fehler Nr. 4: Zu viele verschiedene Farben kombinieren

Farben können spannend sein, doch zu viele unterschiedliche Töne in einem Outfit sorgen schnell für Unruhe.

Wenn keine erkennbare Farbstruktur vorhanden ist, wirkt das Gesamtbild oft chaotisch.

Besser:

Arbeite mit ein bis zwei Hauptfarben pro Outfit und ergänze diese durch neutrale Töne.

Fehler Nr. 5: Die Wirkung von Farben unterschätzen

Farben transportieren Botschaften.

Während Blau häufig für Kompetenz und Vertrauen steht, wirkt Rot energiegeladen und aufmerksamkeitsstark. Grün vermittelt oft Natürlichkeit und Harmonie.

Wer Farben wahllos auswählt, verschenkt die Möglichkeit, die gewünschte Wirkung gezielt zu unterstützen.

Besser:

Überlege, welche Wirkung Du erzielen möchtest und wähle Deine Farben entsprechend aus.

Fehler Nr. 6: Nur auf Einzelteile achten

Viele Kleidungsstücke sehen für sich betrachtet wunderschön aus.

Das Problem entsteht oft erst zu Hause: Das neue Oberteil passt farblich zu kaum etwas im Kleiderschrank.

So entstehen zahlreiche Fehlkäufe und das Gefühl, ständig neue Kleidung zu benötigen.

Besser:

Frage Dich vor jedem Kauf: Zu welchen vorhandenen Kleidungsstücken passt diese Farbe?

Fehler Nr. 7: Die Farben im Gesicht ignorieren

Die wichtigste Farbe eines Outfits befindet sich meist direkt am Gesicht.

Oberteile, Schals, Blusen oder Jacken beeinflussen unmittelbar, wie frisch und strahlend wir wirken.

Eine unpassende Farbe kann Augenringe, Rötungen oder einen ungleichmäßigen Teint stärker sichtbar machen.

Besser:

Achte besonders bei Oberteilen auf Farben, die Deine natürliche Ausstrahlung unterstützen.

Fehler Nr. 8: Lieblingsfarben ungeprüft tragen

Natürlich dürfen Lieblingsfarben getragen werden. Doch manchmal lieben wir eine Farbe, obwohl sie uns optisch nicht optimal unterstützt.

Das bedeutet nicht, dass sie komplett aus dem Kleiderschrank verschwinden muss.

Besser:

Setze Lieblingsfarben beispielsweise bei Hosen, Röcken, Taschen oder Accessoires ein, wenn sie direkt am Gesicht weniger vorteilhaft wirken. Zudem kann es manchmal Wunder wirken, einfach eine andere Nuance der Farbe zu wählen.

Fehler Nr. 9: Die eigene Persönlichkeit vergessen

Farben sollten nicht nur zum Äußeren passen, sondern auch zur Persönlichkeit.

Ein Mensch mit einer ruhigen, natürlichen Ausstrahlung fühlt sich oft in anderen Farben wohl als jemand, der gerne auffällt und kreative Akzente setzt.

Besser:

Wähle Farben, die sowohl Deinen Farbtyp als auch Deinen Charakter widerspiegeln.

Fehler Nr. 10: Farben bei künstlichem Licht beurteilen

Viele Fehlkäufe entstehen in Umkleidekabinen mit ungünstiger Beleuchtung.

Farben können unter Kunstlicht völlig anders wirken als bei Tageslicht.

Besser:

Betrachte Kleidungsstücke möglichst bei natürlichem Licht, bevor Du eine Kaufentscheidung triffst.

Fazit

Die richtige Farbauswahl ist weit mehr als eine Frage des Geschmacks. Farben beeinflussen unsere Ausstrahlung, unsere Wirkung auf andere und unser eigenes Wohlbefinden.

Wer die häufigsten Fehler kennt und seine persönlichen Farben berücksichtigt, kann gezielter einkaufen, Fehlkäufe vermeiden und eine Garderobe aufbauen, die harmonisch und authentisch wirkt.

Denn oft entscheidet nicht das Kleidungsstück selbst darüber, ob wir strahlen – sondern die Farbe, die wir tragen.

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Frau Vio
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